Die Show elektrisiert von der ersten Sekunde an und zündet mit dem Motown-Hit „Papa was a Rolling Stone” diesen Tanz durch die Soulgeschichte. Die Verbindung von Rhythm & Blues und Gospel machte Ray Charles zu einem der wichtigsten Wegbereiter und Musiker des Soul, dessen Geschichte eng mit dem Kampf der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung und für Gleichberechtigung verknüpft ist. In „Georgia” spielt Francoise Rochais im Garten ihrer Südstaaten-Villa mit Sonnenschirmen, Tennisschläger und Ringen. Durch den langsamen Groove von Tina Turners „Proud Mary” wird sie immer mehr angeheizt, bis sie sich zum uptempo-Part aus ihrem engen Korsett befreit und den Song mit einer immer spektakuläreren Jonglage geradezu explodieren lässt.

Eine der schillerndsten Figuren von Rhythm and Blues und Soul der 50er und 60er Jahre ist James Brown, der maßgeblichen Einfluss auf einen neuen Stil des Soul hatte: den Funk. „This is a Man’s world”, „I'm a Soul Man”, „Sexmachine” oder „I got you - I feel good” sind Evergreens. Yeneneh Tesfaye interpretiert diese Hits mit seinem eigenen Soul. Sein Tanz mit der Leiter ist fröhlich, charmant und witzig - alles wirkt einfach - die hohe Kunst der Balanceakrobatik setzt dem „Godfather of Soul” ein Denkmal.

Rhythm & Blues war in den 40er Jahren der vorherrschende Stil afroamerikanischer Popmusik und trat seinen Siegeszug in alle Welt an. Dabei wurde er von den unterschiedlichsten Strömungen und Musikrichtungen beeinflusst. Das Medley „This Time for Africa” verneigt sich mit „Pata Pata” vor der Mutter Afrika Miriam Makeba, steckt mit Calypso und den karibischen Rhythmen des Harry Belafonte „Banana Boat Song” an und schlägt den Bogen bis zu Shakira, die mit „Waka Waka” die erste Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika eröffnete, einem Lied das in den 80er Jahren bereits in Kamerun veröffentlicht wurde. Diesen Crossover setzt Lea Hinz mit einer eigenen Interpretation von Angelique Kidjos „Lon Lon” fort. Die afrikanische Soulqueen hat 2007 ein Album veröffentlicht, in dem sie den Rhythmen von Rock bis Klassik, von den Rolling Stones bis Maurice Ravel eine neue Seele einhaucht. Aus dem weltbekannten Thema des Boléro, dem afrikanischen Fon-Gesang über die Liebe und dem Tanz von Lea Hinz mit und gegen ihren eigenen Schatten wird so ein faszinierender Moment dieser Soulshow: mit ganzer Seele.

Aus den USA beeinflussten Jazz und Blues den Soul – auch wenn Nina Simone ihre Musik  statt Jazz lieber Black Classic Music nannte. Léonie Pilote beginnt ihre Performance am Vertical Pole zu „Feeling Good” und erinnert damit an die „Hohepriesterin des Soul”, bevor sie sich mit „Someone Like You” ins Heute tragen lässt. Adele beweist mit diesem Titel eindrucksvoll, dass Soul, Jazz und R&B sehr lebendig sind und schaffte 2011, was den Beatles zuletzt 1964 gelungen war: mit zwei Titeln in den Top 5 der britischen Singlecharts vertreten zu sein und. In einer Reprise mit zwei weiteren Songs dieser beiden grandiosen Musikerinnen „My Baby Just Cares for Me” und „Rolling in the Deep” nimmt die Band Tempo auf.

 

Tickets in Kürze buchbar.

Vorstellungen

ab 02.10.2013

Mi. - Sa. 20.00 Uhr
So. 18.00 Uhr

Mo. + Di. spielfrei





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